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Datenmanagement für Fotografen

Auf dem DOK-Festival in München hat MacConsult gestern eine Veranstaltung zum Thema Datenmanagement durchgeführt.
Für Fotografen halte ich folgende Punkte für besonders wichtig:

3 -2 -1 Backup-Regel
Wenn man die beherzigt, ist man ziemlich gut beraten mit der Sicherheit seiner Fotodateien.
•3 Kopien (Datenspeicher + 2 Backups)
•2 Medienarten ( Nicht alle 3 Kopien auf identischen Medienarten lagern)
•1 Auslagerung ( 1 Kopie muss in einem anderen Gebäude gelagert werden)
https://www.ithelps.at/die-3-2-1-backup-regel-nie-wieder-datenverlust

Tipp Google Apps for Work
https://apps.google.com/intx/de/
Für 40 Euro monatlich gibts hier die Möglichkeit unlimited Daten auszulagern in eine Cloud.
In diesem Fall verpflichtet sich Google diese Daten für nichts zu verwenden.
Bestimmt haben viele Kollegen andere Vorstellungen von dem, was Sicherheit bedeutet.
Für die anderen ist das eine bezahlbare Option…

Raid-Systeme
Meine Fazit aus dem Vortrag ist nach den Infos vom PIC-Workshop in Neuss ein Weiteres mal:
Sicherheit ist nicht der erste Sinn eines Raid-Systems.

Raid-Systeme sollen schneller sein als herkömmliche Festplatten.
Mein Vergleich einer USB3-Festplatte mit einem neuen Promise-Raid konnte selbst das nicht nachvollziehen.
Sofern man über ein Netzwerk arbeitet, ist die Geschwindigkeit eh wurscht.

Tipp vom Experten: Falls eine Festplatte im Raid aussteigt, sollte man zu allererst die Daten des Raid extern sichern.

Die dann anschließende Wiederherstellung der Daten im Raid belastet die verbliebenen identischen Festplatten sehr.
Dabei kann es zu weiteren Ausfällen und damit kompletten Datenverlust kommen.

Kopiersoftware
http://www.imagineproducts.com/?main_page=product_info&products_id=2
Shot Put Pro kopiert Daten und prüft dabei, ob die Daten auch wirklich zuverlässig kopiert wurden.

Kalkulieren der benötigten Datenkapazität
Bei großen Projekten hilft diese App herauszufinden, wie groß der erforderliche Speicherplatz sein muss.
Aja Data Calc
https://www.aja.com/de/family/software

Langzeitarchivierung
Für die Langzeitarchivierung wurden LTO und (u.U. auch RDX) Systeme in Zusammenarbeit mit Archiware empfohlen.
http://www.archiware.de
Für meine Zwecke ist das sowohl vom Aufwand, von den Kosten und von der Einsatzdauer her eher fraglich.
Wenn man seine Festplatten alle paar Monate mal prüft und nach Jahren auf aktuelle Medien umkopiert,
ist das preiswerter, der Zugriff ist einfacher und letztendlich auch sicherer als diese für uns Knipser völlig overdosed-en Spezialsysteme.
Die o.g. Systeme sind nicht wartungsfrei.

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